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#Programmcheck Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017 – CDU

Im September ist Bundestagswahl und die Parteien beschließen nun nach und nach ihre Regierungsprogramme. Wir haben uns mal angeschaut, was da so zum Thema Prävention häuslicher und sexueller Gewalt drin steht. Hier die Ergebnisse:

CDU/CSU

Die CDU-Bundestagsabgeordnete Christina Schwarzer hat uns in der Vergangenheit immer wieder unterstützt und eine klare Position: https://christina-schwarzer.de/ausschuesse.
Unter dem Punkt Kinderrechte ins Grundgesetz schreibt die CDU Folgendes:
Kinderrechte ins Grundgesetz

Schon jetzt stellt das Grundgesetz Ehe und Familie unter den besonderen Schutz des Staates. Auch Kinder brauchen einen besonderen Schutz. Der Schutz der Kinder hat für uns Verfassungsrang. Deshalb werden wir ihre Rechte in das Grundgesetz aufnehmen.
Im Wahlprogramm der CDU ist auf Seite 43 ein Satz zur Gewalt zu finden: „Wir haben die sexuelle Selbstbestimmung gestärkt und den Schutz von Frauen und Minderjährigen vor Gewalt verbessert.“

Mehr schreibt die CDU in ihrem Programm nicht zum Thema häusliche oder sexuelle Gewalt. Wir hoffen, dass Christina Schwarzer weiter an unserer Seite für dieses Thema kämpft und es weiter in den Fokus rückt.

#Programmcheck Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017 SPD

Im September ist Bundestagswahl und die Parteien beschließen nun nach und nach ihre Regierungsprogramme. Wir haben uns mal angeschaut, was da so zum Thema Prävention häuslicher und sexueller Gewalt drin steht. Hier die Ergebnisse:

SPD

Unter der Überschrift „Leben frei von Gewalt und Diskriminierung“ widmet die SPD dem Thema einen eigenen Absatz. Darin steht:

„Wir kämpfen gegen jede Form menschenverachtenden Verhaltens und gegen Gewalt. Die Rechte von Opfern häuslicher oder sexueller Gewalt wollen wir weiter stärken. Die Ratifizierung der „Istanbul-Konvention“ (Istanbul-Konvention des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung der Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt) ist ein Meilenstein. Als weiteren Schritt fordern wir einen dritten Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen (nach 1999 und 2007). Wir brauchen einen individuellen  Rechtsanspruch auf Schutz und Hilfe für die Opfer. Das gilt auch für geflüchtete Frauen und Mädchen – unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus. Das Hilfesystem aus Beratungsstellen, Frauenhäusern und anderen Schutzeinrichtungen soll ausgebaut und weiterentwickelt werden. Keine Hilfesuchende darf aus finanziellen Gründen oder aus Platzmangel abgewiesen werden. Ein Bundesförderprogramm soll die erforderlichen Maßnahmen im Hilfesystem in Gang setzen. Eine Koordinierungsstelle auf Bundesebene soll die Umsetzung der Istanbul-Konvention überwachen. Um Gewalt gegen Frauen und Mädchen in den Ansätzen zu bekämpfen, brauchen wir zudem ein Präventionsprogramm.“

Das Thema findet im Programm statt und es werden konkrete Pläne benannt.

#Programmcheck Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017 Bündnis 90 Die Grünen

Im September ist Bundestagswahl und die Parteien beschließen nun nach und nach ihre Regierungsprogramme. Wir haben uns mal angeschaut, was da so zum Thema Prävention häuslicher und sexueller Gewalt drin steht. Hier die Ergebnisse:
Grüne

In einem Absatz, der sich mit der Integration von Flüchtlingen beschäftigt findet man diesen Satz: „Frauen und Männer, die sich einer Zwangsverheiratung entziehen wollen, müssen ein eigenständiges und dauerhaftes Rückkehrrecht erhalten.“

Dem Thema „Gleichberechtigung und Lohngleichheit“ widmen die Grünen ein ausführliches Kapitel mit sehr klaren Formulierungen.
In der Einleitung heißt es: „Wir treten Gewalt gegen Frauen entgegen. Sexistische Bemerkungen, anzügliche Sprüche, körperliche Belästigung hat fast jede Frau schon erlebt. Das wollen wir nicht länger akzeptieren.“
Dieser Anspruch wird im Absatz „Gewaltfrei leben“ konkretisiert: „Gewalt gegen Frauen ist immer noch ein großes Problem in unserer Gesellschaft. Sexistische Bemerkungen, anzügliche Sprüche, körperliche Belästigung hat fast jede Frau schon erlebt. Bedrohungen, sexuelle Übergriffe und Gewalt gegen Frauen sind widerliche Taten. Sie müssen konsequent verfolgt und bestraft werden, egal wer sie begeht. Frauen sind oft im eigenen Zuhause, also dort, wo sie am sichersten sein sollten, von Gewalt betroffen. Die meisten Übergriffe geschehen in der Partnerschaft, durch Verwandte und Freunde.

Vielen Frauen und ihren Kindern bleibt trotz der Hilfe durch das Gewaltschutzgesetz keine andere Wahl als der Weg in ein Frauenhaus. Aber weder die Zahl der Plätze in Frauenhäusern noch die Hilfs- und Beratungsangebote sind derzeit ausreichend. Das wollen wir ändern. Wir wollen für eine sichere Finanzierung von Frauenhäusern unter Beteiligung des Bundes sorgen und damit sicherstellen, dass keine Frau in Not abgewiesen werden muss. Wir akzeptieren es nirgendwo, wenn ein Klima der Bedrohung für Frauen entsteht. Die Unbefangenheit und Angstfreiheit im öffentlichen Raum, der sichere nächtliche Bummel durch die Stadt – das ist gelebte Freiheit, die wir Grünen mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verteidigen. Der öffentliche Raum gehört allen, alle müssen sich dort aufhalten können, selbstverständlich und ohne Angst. Unsere Sicherheitspolitik, die auf mehr Polizei vor Ort setzt, zielt genau darauf.
Der Schutz der sexuellen Selbstbestimmung muss ohne Wenn und Aber gelten. „Nein heißt nein“ ist endlich Gesetz. Betroffene von sexualisierter Gewalt brauchen Unterstützung von Polizei, Ärzt*innen und Justiz und keine Mythen, die ihnen, ihrer Kleidung oder ihrem Auftreten die Schuld zuweisen. Darum müssen Polizei und Justiz geschult sein im Umgang mit Betroffenen von sexualisierter Gewalt. Wir wollen, dass für Opfer von Vergewaltigungen eine qualifizierte Notfallversorgung einschließlich anonymer Spurensicherung und der Pille danach sichergestellt wird.
Wir wollen Menschenhandel, zum Beispiel zum Zweck der sexuellen Ausbeutung, konsequent bekämpfen. Opfer von Menschenhandel müssen besser vor Abschiebungen geschützt werden. Ein dauerhaftes Bleiberecht würde ihre Anzeige- und Aussagebereitschaft deutlich erhöhen. Die Rechte und den Schutz von Frauen und Männern, die legal in der Prostitution arbeiten, wollen wir durchsetzen und stärken.“

Das Programm behandelt das Thema ausführlich und zeigt eine klare Haltung.

#Programmcheck Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017 FDP

Im September ist Bundestagswahl und die Parteien beschließen nun nach und nach ihre Regierungsprogramme. Wir haben uns mal angeschaut, was da so zum Thema Prävention häuslicher und sexueller Gewalt drin steht. Hier die Ergebnisse:

FDP

Bei der FDP taucht das Thema zum ersten Mal im Absatz „Religionsfreiheit und Gleichbehandlung von Kirchen-, Relgions- und Weltanschauungsgemeinschaften“ auf. Da heißt es: „Gleichzeitig müssen eventuelle private Zwänge, die Frauen zu einem bestimmten Verhalten drängen, konsequenter verfolgt und der Schutz vor häuslicher Gewalt verbessert werden.“ Darüber hinaus bleibt es bei sehr grundsätzlichen Formulierungen: „Wir wenden uns gegen jede Diskriminierung aufgrund von Geschlecht, Religion, Hautfarbe, ethnischer Herkunft, sexueller Orientierung, Behinderung, Alter oder eines sonstigen Status.“ Die gute Absicht ist erkennbar, aber unsere Erfahrung zeigt: Es braucht konkrete politische Programme für Prävention und Schutz. Wie diese gestaltet sein sollen, bleibt hier leider etwas im Unklaren.

#Programmcheck Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017

Im September ist Bundestagswahl und die Parteien beschließen nun nach und nach ihre Regierungsprogramme. Wir haben uns mal angeschaut, was da so zum Thema Prävention häuslicher und sexueller Gewalt drin steht. Hier die Ergebnisse:

Die Linke

„Für einen linken Feminismus – sozial gerecht, sexuell selbstbestimmt und aktiv gegen Gewalt“ – das ist die Überschrift des entsprechenden Kapitels im Programm der Linken. Der darin enthaltene  Abschnitt „Schutz von Frauen, Kindern und Trans*Menschen vor Gewalt“ führt die Standpunkte der Partei zu „unserem“ Thema aus: „Schutz von Frauen, Kindern und Trans*Menschen vor Gewalt muss als bundespolitische Pflichtaufgabe anerkannt und rechtlich verbindlich verankert werden. Sicherer, schneller und bedarfsgerechter Schutz und qualifizierte Hilfe in Frauenhäusern und anderen Schutzräumen sowie Frauenberatungsstellen müssen den Betroffenen zugänglich sein – unabhängig von ihrem körperlichen Zustand, ihrem Aufenthaltsstatus oder ihrer Lebenssituation. Das muss einheitlich im Bund finanziert werden.

Weiterlesen „#Programmcheck Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017“

# Programmcheck Parteiprogramme zur Bundestagswahl 2017 AfD

Im September ist Bundestagswahl und die Parteien haben nach und nach ihre Regierungsprogramme beschlossen. Wir haben uns mal angeschaut, was da so zum Thema Prävention häuslicher und sexueller Gewalt drin steht. Hier die Ergebnisse:

AfD

Sucht man im Programm nach „Frau“ kommt man auf 9 Treffer. Und auch nur, weil im Impressum „FRAU“ke Petry steht. Die Prävention häuslicher und sexueller Gewalt findet im Programm nicht statt.

Wir können euch aber versprechen: So mau sieht es bei den anderen Parteien nicht aus. Es lohnt sich also, wieder hier vorbei zuschauen.

gewaltlos.de ist für den Engagementpreis 2017 nominiert

gewaltlos.de ist für den Deutschen Engagementpreis 2017 nominiert. Nur die Ausrichter der rund 630 regionalen wie überregionalen Engagementpreise können ihre Preisträgerinnen und Preisträger für den Deutschen Engagementpreis nominieren. Als Gewinnerin des Elisabethpreises 2016 geht gewaltlos.de ins Rennen um den Preis der Preise für freiwilliges Engagement. Ausgezeichnet wurde gewaltlos.de für das herausragende Engagement im Bereich Gewalt gegen Mädchen und Frauen. Der besondere Weiterlesen „gewaltlos.de ist für den Engagementpreis 2017 nominiert“

Weltflüchtlingstag am 20.06.

Menschen, die flüchten, lassen in ihrer Heimat alles zurück. Der häufigste Grund zu fliehen ist die Angst um das eigene Leben. Flucht ist der Versuch, Gewalt oder Armut zu entkommen. Das gilt insbesondere für Frauen. Für sie ist eine Flucht mit deutlich größeren Gefahren verbunden. Heute ist Weltflüchtlingstag: Der Auftrag von gewaltlos.de ist, Frauen und Mädchen zu helfen, die von Gewalt betroffen sind. Aber als Gesellschaft sollten wir allen Menschen, die der Gewalt, die ihr Leben beherrscht, ein Ende machen wollen, die größtmögliche Unterstützung anbieten.
Um die Traumata der Vergangenheit zu bewältigen, ist oft professionelle Hilfe notwendig. Dafür, dass Menschen, die unvorstellbares hinter sich gebracht haben, wieder hoffnungsvoll nach vorne blicken, können wir alle etwas tun.

Raus aus dem Alptraum!

Seit ihrem Beginn wird die Präsidentschaft Donald Trumps in vielen Kommentaren als Albtraum bezeichnet. Denn der Gedanke daran, einem willkürlich agierenden Tyrannen ausgeliefert zu sein, erzeugt das Gefühl von Ohnmacht. Es lässt einen glauben, es gebe keinen Ausweg. Die einzige Hoffnung: Aufwachen und feststellen, dass alles gar nicht real war. Die Vorstellung, dass jemand, der grob und unberechenbar ist, sein Recht des Stärkeren ohne Beschränkungen ausübt, ist sehr beängstigend.

Leider sind viele Frauen und Mädchen einer solchen Tyrannei ausgesetzt – auch wenn diejenigen, unter denen sie leiden nicht so mächtig sind wie der Präsident der USA. Trump ist erst ein paar Monate im Amt, viele andere, die so denken und handeln wie er, üben in ihren Familien, Büros und ihrem sozialen Umfeld ihre Herrschaft Weiterlesen „Raus aus dem Alptraum!“

Die Hälfte des Himmels – 99 Frauen und du

* Worauf bist du in deinem Leben stolz?
* Was ist für dich das Schöne daran, eine Frau zu sein?
* Was empfindest du als Nachteil?
* Kennst du jemanden, die mit Gewalt oder sexueller Gewalt in Berührung gekommen ist?
* Die gute Fee erfüllt dir drei Wünsche – was muss sie tun, damit unsere Kinder –
die Mädchen und die Jungen – ohne Angst und in Würde groß werden können ?

Mit diesen 5 Fragen beschäftigt sich die Wanderausstellung „Die Hälfte des Himmels- Eine Austellung über Selbstbewusstsein und Gewalt“.

99 Frauen werden portraitiert und mit ihren Lebensperspektiven dargestellt.

Hier der Link zur Website: http://www.haelfte-des-himmels.de/deutsch/Willkommen.html

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