Ratifizierung der Istanbul-Konvention

Wir freuen uns über die Ratifizierung der Istanbul-Konvention, da sie die Rechte von Mädchen und Frauen in unserer Gesellschaft grundsätzlich stärkt und ihnen einen höheren Stellenwert einräumt. Die Weichen hierfür sind durch die Erweiterung des Sexualstrafrechts „Nein heißt Nein“ im letzten Jahr gestellt worden.

Mit der Konvention erklären sich die Staaten unter anderem bereit, eine einheitliche Strategie und eine eindeutige Finanzausstattung für Angebote im Bereich Schutzraum (Frauenhäuser), Beratung und Prävention bereit zu stellen. Erst dadurch wird die Ratifizierung eine reale, gesellschaftspolitische Bedeutung erfahren und zu einer spürbaren, verbesserten Versorgung dieser Zielgruppe führen.

Dies lässt hoffen, dass auch unser Angebot gewaltlos.de in Zukunft eine finanzielle Unterstützung erfährt und wir nicht weiterhin auf reine Spendenmittel angewiesen sind, um Personalkosten unserer Beratung und technische Sachkosten zu finanzieren. Erst kürzlich konnten wir zum Beispiel glücklicherweise eine extern ausgeschriebene Kampagne „Haltung haben, Kampagne kriegen“ einer Berliner Medienagentur gewinnen, die uns einen notwendigen Relaunch unserer Website www.gewaltlos.de ermöglichte.

gewaltlos.de bietet einen anonymen Chat bei gleichzeitiger Zusicherung personenidentischer, kontinuierlicher Beratung. Der synchrone Livechat eröffnet damit eine echte Chance für durch Gewalt traumatisierte Frauen, Mädchen und Kinder, für die Beratungsstellen und Telefonangebote zunächst nicht in Frage kommen.

Mit der Ratifizierung dürfen wir und viele andere Angebote nun auf verbesserte Rahmenbedingungen und eine einheitliche, zentral gesteuerte Finanzierungssystematik hoffen, um Frauen, Mädchen und Kinder so frühzeitig wie möglich zu erreichen und sie auf ihrem Weg zur mehr Selbstbestimmung in ein gewaltfreies Leben zu unterstützen.