Wie werden wir die Gewalt los, Frau Barley?

Dem Problem der sexuellen und häuslichen Gewalt kann am effektivsten begegnet werden, wenn zivilgesellschaftliche Initiativen, Hilfs- und Beratungsangebote und die Politik an einem Strang ziehen. Wir haben Politikerinnen und Politikern deshalb drei Fragen zu diesem Thema gestellt und freuen uns über die zahlreichen Rückmeldungen. Auch Dr. Katarina Barley (SPD), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, hat unsere Fragen beantwortet.

In einem Satz: Was kann die Politik gegen häusliche und sexuelle Gewalt tun?

„Die Politik kann dazu beitragen, dass das Thema in der Gesellschaft noch ernster genommen und weiter enttabuisiert wird. Um Täter konsequent zu bestrafen und Frauen besser zu schützen, gibt es Gesetze. Dazu gehören beispielsweise das Gewaltschutzgesetz, das reformierte Sexualstrafrecht mit dem Paradigmenwechsel „NEIN heißt NEIN“ und Unterstützungsangebote wie das bundesweite, kostenlose, rund um die Uhr erreichbare Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“. Dieses ist ein Wegweiser zu einer Vielzahl örtlicher Hilfeeinrichtungen. Die Hilfeeinrichtungen vor Ort bieten eine eine breite Palette von Unterstützungsleistungen, die von sicherer Unterkunft, Beratung, Begleitung des Opfers zu Gerichtsterminen, Therapien bis hin zu finanziellen Hilfen reichen.“

Reichen die bisherigen Maßnahmen aus?

„Das Hilfesystem aus Beratungsstellen, Frauenhäusern, Frauennotrufen und weiteren Schutzeinrichtungen in den Ländern und Kommunen muss konsequent weiterentwickelt werden. Jede gewaltbetroffene Frau muss mit ihren Kindern umgehend guten Schutz und Beratung erhalten.“

Vervollständigen Sie folgenden Satz: „Wenn es um häusliche und sexuelle Gewalt geht, ist die Digitalisierung …

…eine wichtige Unterstützung, um niedrigschwellige Hilfsangebote an die Opfer zu machen.“

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