Wie werden wir die Gewalt los, Frau Gebauer?

Dem Problem der sexuellen und häuslichen Gewalt kann am effektivsten begegnet werden, wenn zivilgesellschaftliche Initiativen, Hilfs- und Beratungsangebote und die Politik an einem Strang ziehen. Wir haben Politikerinnen und Politikern deshalb drei Fragen zu diesem Thema gestellt und freuen uns über die zahlreichen Rückmeldungen.
Vorenthalten wollen wir auf keinen Fall die Antworten von Yvonne Gebauer, FDP, Ministerin für Schule und Bildung in NRW.

In einem Satz: Was kann die Politik gegen häusliche und sexuelle Gewalt tun?

Häusliche und sexuelle Gewalt sind abscheulich – deshalb muss die Politik diese Thematik ins Licht der Öffentlichkeit rücken, eine professionelle Betreuung und Beratung Betroffener sicherstellen und dafür sorgen, dass die Täter unverzüglich bestraft werden.

Reichen die bisherigen Maßnahmen aus?

Gewalt darf in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Das gilt auch und gerade für die Schulen. Die Landesregierung setzt auf Aufklärung und Prävention und unterstützt die Initiative „Schule gegen sexuelle Gewalt“ des Unabhängigen Beauftragten der Bundesregierung für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs. Die Schulen erhalten eine größtmögliche Unterstützung bei der Entwicklung von Schutzkonzepten. Auch die Schulpsychologie leistet darüber hinaus einen wichtigen Beitrag bei Schutz, Betreuung und Beratung der Opfer.

Bitte vervollständigen Sie zum Abschluss folgenden Satz: „Wenn es um häusliche und sexuelle Gewalt geht, ist die Digitalisierung…“

… Herausforderung und Chance zugleich: Natürlich müssen wir über die Gefahren im Netz aufklären. Wenn es etwa um Cybermobbing geht, ist das auch eine Frage der Medienkompetenz. Zum anderen ist es gut, dass Betroffene über Onlineangebote wie gewaltlos.de jederzeit Zugang zu Informationen, Betreuung und Beratung haben.