Wie werden wir die Gewalt los, Frau Schwarzer

Dem Problem der sexuellen und häuslichen Gewalt kann am effektivsten begegnet werden, wenn zivilgesellschaftliche Initiativen, Hilfs- und Beratungsangebote und die Politik an einem Strang ziehen. Wir haben Politikerinnen und Politikern deshalb drei Fragen zu diesem Thema gestellt und freuen uns über die zahlreichen Rückmeldungen.
Natürlich haben wir auch Christina Schwarzer, Mitglied des Deutschen Bundestages, CDU, unsere Fragen gestellt. Sie ist eine treue Unterstützerin unseres Projekts und wir freuen uns sehr über ihre Antworten.

In einem Satz: Was kann die Politik gegen häusliche und sexuelle Gewalt tun?

Sie kann sensibilisieren und aufklären, Täter härter bestrafen und ausreichend Geld in die Präventions- und Aufklärungsarbeit stecken.

Reichen die bisherigen Maßnahmen aus?

Die Verankerung des Grundsatzes „Nein heißt nein“ im deutschen Recht ist ein wichtiger Schritt. Und auch die Finanzierung der Online-Beratung gewaltlos.de (500.000€) aus dem Bundeshaushalt 2017 hilft ein ganzes Stück weiter. Dennoch können und müssen wir mehr tun. Darum kämpfe ich dafür, dass wir gewaltlos.de weiter fördern – ebenso wie den gesamten Bereich der Unterstützungsarbeit und der Prävention. Ich will außerdem, dass die Versuchsstrafbarkeit beim Cybergrooming eingeführt wird, damit Täter im Netz leichter aufgespürt werden können.

Bitte vervollständigen Sie zum Abschluss folgenden Satz: „Wenn es um häusliche und sexuelle Gewalt geht, ist die Digitalisierung…“

ein zweischneidiges Schwert. Im Netz finden Betroffene, beispielsweise auf Plattformen wie gewaltlos.de, niederschwellig und schnell Unterstützung. Das Internet schafft aber auch Anonymität für Täter. Daher ist es so wichtig, dass wir uns in der digitalen Welt kompetent und aufmerksam bewegen. Das gilt vor allem für unsere Kinder und Jugendlichen.

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